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Umfassende Behandlung von Eierstockkrebs erhöht die Heilungschancen

Am 8. Mai 2022 ist Welteierstockkrebstag

Obgleich es keine Früherkennungsmaßnahme für Eierstockkrebs gibt, empfiehlt Prof. Jud, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe am Klinikum Mutterhaus, allen Frauen dringend die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt.

Eierstockkrebs ist mit etwa 7.400 Neuerkrankungen in Deutschland die zweithäufigste Krebserkrankung der weiblichen Geschlechtsorgane. „Je frühzeitiger die Erkrankung festgestellt wird, desto höher sind die Heilungschancen“, erklärt Prof. Dr. med. Sebastian Jud, Leiter des Gynäkologischen Krebszentrums am Klinikum Mutterhaus. 


Hier werden jährlich über 45 Patientinnen mit Eierstockkrebs behandelt. „Um die bestmögliche Prognose zu erzielen, ist eine vollständige Entfernung des bösartigen Gewebes notwendig. Wird der Tumor in einem späten Stadium entdeckt, kann es sein, dass er bereits gestreut hat und umliegendes Gewebe oder andere Organe (wie z.B. die Milz) mit entfernt werden müssen. Auch ist in einem fortgeschrittenen Stadium die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass der Krebs zurückkehrt“, so Prof. Jud.


Hohes Risiko im fortgeschrittenen Alter
Von der Erkrankung betroffen sind in der Regel Frauen im fortgeschrittenen Alter, bei denen die Menopause bereits eingetreten ist. Das Durchschnittsalter der Patientinnen liegt bei 69 Jahren. Neben dem Alter stellen eine genetische Veranlagung, gynäkologische Vorerkrankungen, Kinderlosigkeit sowie eine Hormontherapie nach der Menopause, Übergewicht und Rauchen zusätzliche Risikofaktoren für eine Erkrankung an Eierstockkrebs dar. „Frauen, die familiär oder durch eigene gynäkologische Erkrankungen vorbelastet sind, sollten ihren Gynäkologen unbedingt darauf aufmerksam machen. Zwar gibt es kein Früherkennungsprogramm für Eierstockkrebs, grundsätzlich ist die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen für alle Frauen wichtig“, äußert sich Prof. Jud.


Nur in ganz seltenen Fällen findet sich die Erkrankung bei jungen Frauen. „Da der Eierstock ein Fortpflanzungsorgan ist, besteht bei jungen Frauen eine besondere Herausforderung in der Behandlung, die Funktion der Eierstöcke zu erhalten. Wird die Erkrankung in einem frühen Stadium diagnostiziert, sind die Behandlungschancen am besten“, erklärt Prof. Jud.


Die Einnahme der Pille, Geburten und lange Stillzeiten sowie die Entfernung oder Unterbindung der Eileiter senken das Risiko an Eierstockkrebs zu erkranken. So prognostizierte eine jüngste Studie für das Jahr 2022 in den europäischen Ländern nur noch 6.800 Neuerkrankungen im Vergleich zu circa 7.400 Neuerkrankungen in den Vorjahren und eine rückläufige Sterberate.


Langjährige Erfahrung und umfassende Expertise in der Behandlung
Um die vollständige Genesung der Patientinnen zu erreichen, werden im Gynäkologischen Krebszentrum am Klinikum Mutterhaus modernste Therapieverfahren eingesetzt, die auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen aufbauen. „Nachdem der Tumor operativ entfernt wurde, ist in vielen Fällen eine Chemotherapie oder medikamentöse Therapie sinnvoll, um den Behandlungserfolg zu erhöhen und einen Rückfall des Krebses zu verhindern“, so Prof. Jud.


Das seit 2018 von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierte Gynäkologische Krebszentrum ist Teil des Onkologischen Zentrums am Klinikum Mutterhaus und gewährleistet eine optimale Versorgung von Krebspatienten. Hier arbeitet ein hochqualifiziertes Team aus Spezialisten unterschiedlicher Fachbereiche interdisziplinär zusammen. „Obgleich Eierstockkrebs schwieriger zu behandeln ist als andere Krebsarten, sind wir auf diesem Gebiet äußerst erfahren und bieten unseren Patientinnen, aufgrund der koordinierten und standardisierten Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Disziplinen und Abteilungen, die bestmögliche Behandlungsqualität“, äußert sich Prof. Jud.


Mehr Infos unter onkologisches-zentrum-trier.de