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Welt-HPV-Tag

Vorsorge schützt vor Krebserkrankung

Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe im Klinikum Mutterhaus Prof. Dr. med. Sebastian Jud ist es wichtig, dass alle Frauen die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen wahrnehmen, um eine anhaltende HPV-Infektion frühzeitig zu erkennen. Foto: Ralph Arnold, Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen

Zum Welt-HPV-Tag am 4. März informiert Prof. Dr. med. Sebastian Jud, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe im Klinikum Mutterhaus über die Gefahren und Behandlung einer HPV-Infektion und wie man sich effektiv davor schützen kann.

„Etwa 80 % aller Erwachsenen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit dem Humanen Papillomavirus“, so Prof. Jud. „In der Regel ist eine Infektion ungefährlich, da sie von der Immunabwehr des Körpers überwunden wird. In manchen Fällen bleibt sie jedoch bestehen und kann an den betroffenen Körperstellen zum Teil lebensgefährliche Krankheiten hervorrufen.“ So werden beispielsweise 99% der Gebärmutterhalskrebsfälle durch die besonders aggressiven HPV-Typen verursacht. Um der Erkrankung vorzubeugen, wurde bereits in den 1970er Jahren eine Früherkennungsmaßnahme entwickelt, die die Anzahl der Erkrankungen und die Sterblichkeit bei Frauen maßgeblich reduziert hat. „Die frühzeitige Erkennung einer anhaltenden HPV-Infektion ist wichtig, um erforderliche Behandlungsmaßnahmen sofort ergreifen zu können und eine schwere Erkrankung zu verhindern“, erklärt Prof. Jud.

Zur Prävention von Gebärmutterhalskrebs sollten Frauen im Alter von 20 bis 34 Jahren einmal im Jahr für den sogenannten PAP-Abstrich zur Vorsorgeuntersuchung zum Frauenarzt. Frauen ab 35 Jahren werden zusätzlich zum Abstrich regelmäßig auf das Virus getestet. Da der Erreger über Haut- und Schleimhäute und hauptsächlich über intimen Haut- und Körperkontakt übertragen wird, tritt eine Infektion meist im Genital-, Anus-, Mund- oder Rachenbereich auf. „Buben und Mädchen sind also gleichermaßen durch eine Infektion gefährdet“, betont Prof. Jud. Um mögliche schwerwiegende Folgen einer Infektion – etwa eine Krebserkrankung – zu verhindern, wird die HPV-Impfung auch Jungen dringend empfohlen. „Nach der Ständigen Impfkommission sollten sich Mädchen und Jungen ab dem neunten Lebensjahr impfen lassen, da die Wirkung der Impfung vor dem ersten sexuellen Kontakt am höchsten ist“, so Prof. Jud. Auch nach einer Impfung sollte die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung nach wie vor eingehalten werden, da die Impfung nur gegen die gefährlichsten HPV-Typen schützt.

Im Gynäkologischen Krebszentrum des Klinikums Mutterhaus werden jährlich über 130 Krebsvorstufen und -erkrankungen behandelt. Das Früherkennungsprogramm legt in anerkannten Leitlinien fest, welche Behandlungsschritte nach einem auffälligen Befund erforderlich sind. In der Dysplasiesprechstunde des Klinikum Mutterhaus wird die Behandlung ausführlich mit der Patientin besprochen. Die Therapie wird abhängig von Befund, Alter und Lebenssituation der Patientin individuell festgelegt. „Unser Ziel ist es, im interdisziplinären Team die bestmögliche und schonendste Behandlung zu erzielen. Es soll gewährleistet werden, dass unseren Patientinnen, die oftmals sehr jung sind und noch Kinderwunsch haben, die Funktion des Gebärmutterhalses für kommende Schwangerschaften erhalten bleibt“, betont Prof. Jud. Das Gynäkologische Krebszentrum ist Teil des Onkologischen Zentrums am Klinikum Mutterhaus und seit 2018 von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert.

Weitere Infos: www.onkologisches-zentrum-trier.de